Natur- und Tierschutz sind streng geregelt und Bedingung für die Umsetzung eines solchen Projekts. Deshalb werden die Gegebenheiten vor dem Bau der Anlagen strengstens überprüft. Als Baustart setzen die Stadtwerke Tübingen 2027 an.
Stand der Dinge:
Der Lochwald liegt im Süden von Ostelsheim und hat eine Fläche von rund 125 Hektar.

Zwei der drei geplanten Windkraftanlagen (WKAs) sollen in diesem Lochwald stehen. Ein WKA soll östlich des Waldes gebaut werden.

Bis zum Herbst 2025 sollen alle Gutachten und Planungen für das Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immisionsschutzgesetzes erstellt sein. Diese beinhalten unter anderem:
- Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)
- artenschutzrechtliche Untersuchungen, Schallimmissionsprognose
- Schattenwurfprognose
- Landschaftsbildanalyse
- Bodengutachten
- Hydrologisches Gutachten
- Forstrechtliche Genehmigung
- Flugsicherheitsgutachten
- Denkmalschutzrechtliche Stellungsnahme
- elektromagnetische Verträglichkeitsprüfung (EMV)
- Brandschutzkonzept, Verkehrskonzept.
Nur wenn das Projekt eine Baugenehmigung nach dem Bundes-Immisonsschutzgesetzes bekommt, kann es auch realisiert werden. Das Projekt liegt also in sicheren Händen und Naturschutzgebiete oder Naturdenkmäler sind vom Bau der WKAs nicht betroffen.
Waldrodung:
Für die 2 im Wald geplanten Windräder wird einmalig eine Gesamtfläche von rund 2 Hektar wald mit ca. 650FM Holz gerodet. Das entspricht einem Drittel der jährlich entnommenen Holzmenge von 1940FM.
Nach dem Bau der Windkraftanlagen forsten die Stadtwerke Tübingen mindestens 1 Hektar dieser Fläche wieder vor Ort auf. Für die verbleibende, abgerodete Fläche werden Ausgleichsmaßnahmen an anderer Stelle unternommen, wie z.B. Aufforstung.
Die Fundamente der Windräder selbst belegen nur run 0.1 Hektar an Waldfläche.
Artenschutz:
Windkraftanlagen haben immer wieder mit Beschuldigungen zu kämpfen, den Tieren und besonders den Vögeln schwer zu schaden. Das Bild der „Vogelschredderer“ stellt dies sehr intensiv und leider von den Fakten abweichend dar.
Lassen Sie die Fakten sprechen:

Die Vogelverluste sind mit diesen Zahlen sehr stark zu relativieren. Im Durschnitt sterben pro Windrad gerade einmal drei Vögel im Jahr. Dafür versorgt jedes Windrad über 2500 Vier-Personen Haushalte mit Strom. Von einer Hauskatze, welche im Schnitt zwischen 1-6 Vögel pro Jahr tötet kann man dies nicht behaupten.
Im Vergleich sind Windräder also keine ernsthafte Gefahr. Im Gegenteil: Sie erzeugen grüne Energie und bremsen somit die Erderwärmung, eine der größten Bedrohungen der Artenvielfalt.
Besonders für die am Boden lebenden Säugetiere, welche durch die Windkraftanlagen nur minimal beeinflusst sind, sind Windräder so ein wahrer Heilsbringer.
